„Woche der Demokratie“

 

„Woche der Demokratie 2021“

Unsere Woche der Demokratie fand bereits zum vierten Male statt und wird wie weitere Demokratieprojekte ein wichtiger Bestandteil unserer Schulplanung bleiben.

Ziel dieser Aktionswoche war es, Jugendlichen/Schüler*Innen Verständnis für Politik und Beteiligung nahezubringen, sich damit aktiv auseinanderzusetzen also praktisch Demokratie vor Ort erlebbar zu machen. Für ihre Ideen und Vorschläge zur Verbesserung des Schul- bzw. Lebensalltages standen unseren Schüler*Innen von der Stadt Lommatzsch 1000,00 € zur Verfügung.

In den ersten zwei Tagen fanden unterschiedliche Workshops wie Kommunikation und Konflikttraining sowie zur Nachkriegsgeschichte der Stadt Lommatzsch statt:

  • WS 1: „Todesmärsche durch Lommatzsch“ Herr Hartzsch (Pfarrer i. R.)
  • WS 2: „Konfliktmanagement-Iswas oder ich sag was aus…“ VAP Dresden e.V.
  • WS 3: „Lass uns demokratisch streiten“ TPZ Sachsen e.V.

Ab den dritten Tag erfolgte das Planspiel, durchgeführt von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Den Höhepunkt beendete das Kommunal- Finalspiel mit Bürgermeisterin Fr. Dr. Anita Maaß. Hier wurde eine Jugend- Stadtratssitzung realitätsnah durchgeführt. Die Schüler*innen brachten die Anträge ihrer gegründeten Parteien ein. Es wurde diskutiert, Anträge verteidigt und abgewogen, um zum Ende eine Beschlussfassung abzustimmen. In diesem Jahr nahm diese einen überraschend anderen Verlauf. In aktiver Diskussion unter den Schülerparteien wurde festgestellt, dass zur Verbesserung des Schulalltages bereits` schon vieles erreicht und geschaffen wurde und kein dringender Bedarf in diesen Rahmen besteht. Der Jugend-Stadtrat beschloss daraufhin einstimmig die 1000,-€ der Theodor-Heuss-Realschule in Opladen in Nordrhein-Westfalen zu spenden, die während der Hochwasserkatastrophe stark beschädigt wurde.

Beeindruckend von der Solidarität unserer jugendlichen Schüler*innen verließen wir Pädagogen die Sitzung. Unsere Schulphilosophie heißt Schülerbeteiligung und zeigt Wirkung. Die Aussage „Ohne Jugend ist kein Staat zu machen“ war für mich persönlich wieder die Bestätigung und soll ein Appell sein, Jugendliche in gesellschaftlichen Prozessen wirklich einzubeziehen und ihnen bspw. bei Kommunalwahlen bis hin zu Bundestagswahlen zu ermöglichen ihre Stimme abzugeben.

 Smöke Bieber (Dipl. Sozialpäd.) Schulsozialarbeit JuCo Soziale Arbeit gGmbH Coswig